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Deutscher Koshiki Karate Verband e. V.

Der Deutsche Koshiki Karate Verband e.V. (DKKV) unter der Schirmherrschaft der World Koshiki Karate Federation (WKKF) hat sich zum Ziel gesetzt seinen Beitrag zur Verbreitung des Koshiki Karate in Deutschland zu leisten. Im Koshiki Karate verbinden sich die Tradition und die Philosophie des klassischen Karate mit einem stetigen Entwicklungsprozess, der das Karate auch in die Zukunft führen wird.

 

Hierzu leistete Meister Masayuki Hisataka, Hanshi 9. Dan bereits in den 80er Jahre Pionierarbeit indem er einen Weg fand die traditionellen Wurzeln des Karate mit einer modernen Form des Wettkampfes aber auch des Trainings zu verbinden. So entstand die für das Koshiki Karate typische Schutzausrüstung. Unter Verwendung dieser ist der Kampf unter realen Bedingungen möglich ohne dadurch Verletzungen zu erleiden.

 

Hanshi Hitsataka: „Wenn du Dich niemals real testest, wirst du dich niemals einschätzen können“.

 

Der Schutzhelm, welcher im Koshiki                   Karate verwendet wird, ermöglicht auch den Angriff zum Kopf. Der Angriff                                  zum Kopf ist besonders wichtig im traditionellen Karate, weil die                                                  häufigsten Angriffe mit der Faust zum Kopf geführt                                                           werden. Da bei der Art des Schutzes nicht die                                                            Waffe sondern der Körper geschützt wird, geht                                                    der für das Karate wichtige Schockeffekt der                                                          Techniken nicht verloren. Hanshi Hitsataka                                                        führte als Beispiel hierzu aus, das es einen                                                   Unterschied darstelle, ob einen Wattebausch von                                             einem Kilogramm Gewicht oder einen Stein mit einem                                               Kilogramm Gewicht auf eine Scheibe treffe. Der Stein                                            als Waffe nimmt keine Energie mehr in sich auf. Insofern                                              ist die Schutzausrüstung nicht als Veränderung des                                                   traditionellen Karate zu betrachten sondern                                                  vielmehr als technische Entwicklung, die auch notwendig ist für das Erscheinungsbild des Karate als Wettkampfsport.

 

Die verschiedene Unkontakt- oder Semikontaktkaratewettkampfsysteme bieten keinen Schutz vor Verletzung. In jedem Wettkampf sind angriffsbedingte Verletzungen zu sehen. Diese sind zumal nicht vorsätzlich herbeigeführt sondern ergeben sich meist aus dem Kampfgeschehen bzw. der gegenläufigen Bewegung beider Karateka, was ein rechtzeitiges Abstoppen der Technik oft nicht möglich macht. Derartige Verletzungen und ein blutiges Erscheinungsbild für den Zuschauer und die Medien sind im Koshiki Karate ausgeschlossen. Es entspricht nicht der Philosophie des Karate, auch nicht des Koshiki Karate, sich im Wettkampf oder Training zu verletzen. Auf Grund dessen ist es auch möglich Kinder früher an den Freikampf heranzuführen.    

  

 

Im Vollkontakt ist alles anders:

 

-  der Höhepunkt der Kraftentwicklung findet nicht vor dem Gegner statt, sonder im Gegner

-    das saubere Arretieren der Techniken im Vollkontakt ist in dem Maße oft nicht möglich (der Gegner stürmt in die Technik hinein) trotzdem muss ein höchstes Maß an Wirkung erzielt werden

-   der Angriff erfolgt mit einer oder mehreren Techniken in verschiedensten Distanzen, was der Realität des Kampfes entspricht

 

Verschiedene Karatestile, die den sportlichen Wettkampf praktizieren, bewegen sich in jüngster Zeit zu ähnlichen Prinzipien, wie sie im Koshiki Karate schon längst praktiziert werden, hin. Man braucht nur zu beobachten wie mit den verschiedensten Formen des Kopfschutzes experimentiert wird. Teilweise bereits im Handel erhältlich.

 

Koshiki Karate als Wettkampfsystem ist zukunftsweisend und vielleicht in Zukunft auch olympisch.